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200 Jahre
Evangelische Kirche Neuteich
11. Mai 1806 - 11. Mai 2006
Inhalt: 1. 200 Jahre ev Kirche Neuteich 1806 – 2006; mit Inhaltsverzeichnis
Aufruf zu Spenden für die Sanierung bzw. den Erhalt der evangelischen Kirche in Neuteich 2. Drei Aufnahmen der ev. Kirche von - 1895 (als Putzbau vor dem Umbau)
- um 1900 (nach dem Umbau von 1898 / 99) - als Vorläuferkirche von 1847 (die beim Stadtbrand 1802 zerstört wurde) 3. Wiederaufbau der Kirche auf dem Marktplatz 1804 - 1805
4. Informationen über das 200 - jährige Jubiläum der ev. Kirche Neuteich Einweihungsfeier vom 11. Maj 1806 5.Die Errichtung des Glockenturmes im Jahre 1863 6. Die baulichen Ergänzungen aus
den Jahren 1898 / 99 (hierzu Bild der Kartuschen mit den Jahreszahlen 1898 und 1805) 7. Die Glasmalereien in den gotischen Fenstern der Kirche um 1900 bis 1923 8.Feierliche Einweihung von 2 Glocken als
Ersatz für die im I. Weltkrieg abgelieferten Glocken 9.Nutzung der ev. Kirche Neuteich nach 1945 bis 2005 10.Planung und Kostenvoranschlag für die Sanierung der ev. Kirche von 2005 11. Der Förderverein Neuteich / Nowy Staw in Wilster.
12.Literaturnachweis
200 Jahre Evangelische Kirche Neuteich / Kosciol ewangelicki Nowy Staw
11. Maj 1806 – 11. Mai 2006
Im Jahre 1895 Um 1900
Putzbau wie seit 1806 nach Vollendung ab 1898 / 1899
aber bis 1863 ohne den Turm(Neues Dach, Verklinkerung, hohe Fenster)
Wiederaufbau der Kirche auf dem Marktplatz in Neuteich 1804/1805
Am 12. Mai 1802 brannte die evangelische Kirche auf dem Marktplatz von Neuteich ab. Die
politische Gemeinde entschloß sich, anderswo ein eigenes Rathaus zu bauen und überließ den Bauplatz auf dem Markte der kirchlichen Gemeinde. Dagegen machten die
Verhandlungen mit den eingepfarrten Dorfschaften Schwierigkeiten, bis am 7. März1803 vor dem Großwerder Vogteigerichte der Vergleich zustande kam. Im Mai 1804 übersandte die
Regierung die Anschläge und Risse über den Aufbau der Kirche, der dann 1804 bis 1805 vor sich ging.
Ähnlich wie die vorherige Kirche war es ein Putzbau (also ohne die roten Vormauer-steine)
mit hölzernem Dachreiter. Man kann sich äußerlich ein ähnliches Gebäude vorstellen wie die 1802 abgebrannte Kirche von 1745 auf der vorherigen Seite in der Ansicht Dewitz ( hier nicht wiedergegeben)
Der Kanzelaltar von 1805 hat eine hohe, von sechs Korinthischen Säulen mit Gebälk ein
-gerahmte Rückwand und ist in seinen ornamentalen Teilen sorgfältig durchgebildet mit klassizistischen Formen.
Der Orgelprospekt, dreitürmig gegliedert, entstammt derselben Zeit, hat aber noch Anklang an das Rokoko.
Das Silbergerät ist nach dem Brande nach 1802 neu beschafft und von N. J. Horning in
Marienburg angefertigt. Es sind zwei Kelche, zwei Patenen, eine Weinkanne in der Form der Meißener Kaffeekannen und eine Taufschale
4. Informationen über das 200-jährige Jubiläum der ev. Kirche Neuteich
Einweihungsfeier vom 11. Maj 1806
Die Taufschale ist am 11. Mai 1806 angeschafft.
Auf einer Patene steht:
„Der Ev. Luth. Kirche zu Neuteich bei deren Einweihung und 50jähr. Jubel Feier des H. K. .
und Sch.(ul) Inspectors Dan(iel) Fr.(iedrich) Bobrik.
P. d. O. Dom. Rogate d. 11. Maj 1806
Jacob Sielmann von Koselitzke, J. S Schoppenauer Kaldow, Kuhnke Kaminke“
Zinngerät: Kanne ähnlich wie die Silberkanne die oben erwähnt wurde, bezeichnet: „Kirchenkanne in Neuteich 1806“.
. Die Errichtung des Glockenturmes im Jahre 1863
Erst 1863 wurde der Glockenturm durch den Wasserbauinspektor R. Gersdorff angebaut.
Wegen des unsicheren Baugrundes steht der Turm frei vor dem Westgiebel, mit der Kirche durch einen niedrigen Hallengang verbunden. Der unten achteckige Turm der evangelischen
Kirche in Neuteich erinnert an die Form eines Bleistiftes, obwohl ein Bleistift lediglich sechs Ecken aufweist. Im Jahr der Errichtung des Turmes mußten seine gelben Ziegelsteine
lediglich mit dem –vermutlich weißen- Kirchenschiff harmonieren. Und seit Ende des 19. Jahrhunderts besteht ein anderer Farbkontrast durch die roten Vormau-ersteine mit denen
das gesamte Kirchenschiff eingefasst wurde, ergänzt durch das neue Ziegeldach mit den grün glasierten Dachpfannen. Aber daran hat sich jedermann gewöhnt.
Von den Glocken sind zwei im Jahre 1863 von Johann Groß in Königsberg gegossen.
6. Die baulichen Ergänzungen aus den Jahren 1898 / 1899
In diesen beiden Jahren wurde die evangelische Kirche zu Neuteich wesentlich umgebaut.
Zugrunde lag ein Entwurf des 1896 verstorbenen Deichinspektors Götter. Hierzu zum Vergleich die beiden oberen Bilder von Seite 2. Die zwei Fensterreihen aus zwei Stock
-werken wurden zu einer Reihe langer Fenster (mit gotischen Spitzbögen) zusammen gezogen. Es wurde außen der Rohbau – wie oben unter 5 erwähnt – hergestellt, das Dach mit
(grün) glasierten Pfannen eingedeckt und eine Sakristei angebaut. Die Sakristei bestehend aus einem halben Achteck. Mit diesen Umbauten erhielt die evangel. Kirche das heute noch erkennbare Aussehen.
7. Die Glasmalereien in den gotischen Fenster der ev. Kirche um 1900 bis 1923.
Über diese heute noch ausdrucksstarken, gut erhaltenen Kunstwerke wurde in vorherigen
Neuteich – Briefen ausführlich berichtet. Alle Darstellungen haben einen Bezug zum evangelischen Glauben im allgemeinen und aber auch im besonderen zur geschichtlichen
Bedeutung bezogen auf unsere Heimatstadt Neuteich. Die Maßwerkfenster enthalten in ihren Spitzbögen figürliche Kreismedaillons. Je zwei gegenüberliegende Fenster haben gleiche
Farben, Es gibt somit 7 verschieden Farben. Nach Frank Laska besitzt jede Farbe im Fenster auch eine entsprechende Bedeutung. Ohne es bisher mit Sicherheit beweisen zu
können, könnten diese Kunstwerke von der Kunstanstalt Ferdinand Müller aus Qued-linburg stammen. Diese Firma war am Ende des 1900ten Jahrhunderts auch in Ost- und Westpreußen tätig. (Weitere Ergebnisse zu Recherchen hierzu folgen zu späterer Zeit).
8. Feierliche Einweihung von 2 Glocken als Ersatz für die im I. Weltkrieg abgelieferten Glocken
8.1 Ablieferung der Glocken im I. Wetkrieg
Am 1. Sonntag nach Trinitatis, dem 10. Juni 1917 rief, wie es sonst nur an hohen Fest-tagen Brauch ist, das ganze Geläute von unserem Turm (der ev. Kirche zu Neuteich)
die Gemeinde, die bewegten Herzens zur Abschiedsfeier unserer Glocken kam und das Gotteshaus bald bis auf den letzten Patz füllte. ...Von ¾12 bis 12 Uhr fand dann das feier
-liche Abschiedsgeläute von den Türmen beider Kirchen statt. ... Am Montag wurde die große mehr als 30 Zentner wiegende Glocke der katholischen Kirche abgenommen. ... Am
Dienstag machten sich dann 4 Mann unter Leitung eines Marienburger Schlossermeisters an das Zerstörungswerk unserer beiden großen Glocken (der ev. Kirche). ...Die große Glocke
trug außer dem Namen Dr. Martin Luther und dem Spruch: „Ehre sei Gott in der Höhe“ Inschriften des Kirchenvorstandes und die Jahreszahl 1863. ..
Die mittlere Glocke wurde im Jahre 1892 durch einen Sprung unbrauchbar und an ihre Stelle wurde eine neue Glocke ...gegossen. Sie trug als Inschrift den Namen: „Paul Ger-hardt und
den Spruch: „Friede auf Erden.“ Gegossen 1893 durch Glockengießer J. Collier. (Heinrich Lettau).
8.2 Zwei neue Glocken werden 1936 auf den Turm der ev. Kirche empor gezogen.
Teilauszug aus Neuteich – Brief 12/1996:
Unter nachfolgender Überschrift auf einem Extrablatt von Pech & Richert, Neuteich steht:
„Das Jahr 1936, Neue Kirchenglocken für Neuteich, 1917 dem Vaterland geopfert, 1936 wiedererstanden“.
Am Sonnabend, dem 30. Mai 1936 trafen in Neuteich die neuen Kirchenglocken der
evangelischen Kirche ein. ...Nach einigen herzlichen Begrüßungsworten durch Pfarrer Pachnio, wurden die Glocken dann unter Geläute der Schwesterglocke zur Kirche geleitet.
Beide Glocken wurden vor dem Altar über die Pfingstfeiertage aufgestellt, um dann in den Turm gebracht zu werden. ...
Die große Glocke trägt folgende Inschrift:
1863 Ich das Leben fand, 1917 mich der Weltkrieg hinnahm,
1936 Ruf ich auf`s neu trotz Abtrennung und Not: Eine feste Burg ist unser Gott
Die zweite –kleinere- Glocke nach ihrer 1917 geopferten Schwester auf den Namen Paul Gerhardt ge-tauft, trägt die Inschrift:
Friede auf Erden 1893 Ich das Leben fand. 1917 geopfert dem Vaterland, 1936 Ich wieder erstand
Die Einweihung der Glocken findet am 14. Juni (1936) statt. Gerade an dem Tage, an welchem vor 19 Jahren die anderen beiden Glocken abgeliefert wurden“.
9. Nutzung der ev. Kirche Neuteich nach 1945 bis 2005
Die Zäsur von 1945 – am 11. März 1945 – ergab sich durch die Einnahme der Stadt
Neuteich durch die russische Armee mit folgender „Aussiedeung der deutschen Bewohner“.
Weil die katholische St. Matthäuskirche zum Teil beschädigt war, und die Russen dort
Beutegut lagerten, wurde die unversehrt gebliebene ev. Kirche von den (katholichen) neuen Bewohnern der Stadt für ihre Gottesdienste genutzt. Noch heute befindet sich dazu ein
Hinweis über dem Eingang zur Sakristei mit der Jahreszahl „1946““.
Bald danach wurde das gesamte Inventar wie der Altar, die Orgel, das Gestühl in zerstörte Kirchen nach Danzig überführt.
Nach dem Kriege diente das Kirchenschiff der ev. Kirche teils als Getreidespeicher, als Möbellager (mindestens bis 1975 belegt). Die evangelische Kirche blieb dann ungenutzt
bis zum Jahre 2002:
Am 21. September 2002, dem Namenstag des Patrons von St. Matthäus wurde diese Kirche
unter Anwesenheit vieler hoher geistlicher Würdenträger zur „Stiftskirche im Danziger Werder“ geweiht mit feierlichem Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst gingen die geladenen Gäste (darunter zwei Mitglieder vom Vorstand des Heimatbundes der Neuteicher) in die
evangelische Kirche auf dem Marktplatz. Unseres Wissens war dieses die erste Nutzung der Kirche nach 1946/47. Das Kirchenschiff war sauber, die Wände getüncht, das Mauerwerk
abgewaschen, große Tafeln zur Bewirtung der vielen Gäste aufgestellt. (Siehe bitte auch ausführlichen Bericht im N.-B. 12/2002 mit Bildern).
Unsere Frage nach der Zukunft dieses sakralen Bauwerkes – der evangelischen Kirche in
Neuteich – konnte damals nicht direkt beantwortet werden. Aber die deutschen Gäste „konnten das Interesse bei allen angesprochenen Gesprächspartnern erkennen, dass man an
dem Erhalt dieses sakralen Wahrzeichens der Stadt interessiert war“.
Der Neuteicher Prälat Ks. Ireneusz Glegociński hat sicher die Gelegenheit der Anwesenheit
der hohen Würdenträger der Kirche, Konservatoren, Wissenschaftler und anderer einflussreicher Persönlichkeiten dieses erhaltenswerte Baudenkmal im Zentrum der Stadt durch persönliches Kennenlernen den Besuchern nahe zu bringen, genutzt.
Am 28. Mai 2004 fand in Neuteich / Nowy Staw eine internationale Konferenz statt unter der
Überschrift „“Zusammen in Europa, Revitalisierung der Städte und Schutz des Kulturerbes ...statt. Dazu nahmen auf Einladung alle vier Vorstandsmitglieder vom Heimatbund der
Neuteicher teil. Die deutschen Teilnehmer hatten Gelegenheit, im zweiten Programmpunkt über „Das kulturelle Erbe von Nowy Staw / Neuteich bis 1945“ zu referieren. Der in deutscher
Sprache gehaltene Vortrag wurde abschnittsweise von Gustav Hintz, Wilster, in polnischer Sprache vorgetragen; unterstützt wurde der Vortrag durch Lichtbilder aus früherer Zeit.
Frau Danuta Styp – Rekowska als Vertreterin des Denkmalschutzamtes der Wojewodschaft Pommern referierte über
„Regionale Entwicklungsplanungen unter Ausschöpfung von Finanzmitteln der Europäi-schen
Union – Programme der Revitalisierung“ (Polen wurde 2004 Mitglied in der EU)
Neuteich / Nowy Staw sei eine der wenigen Städte, die noch in ihrer Ursprünglichkeit seit der
Gründung bis 1945 und bis heute wenig zerstört oder baulich verändert ist. Deshalb lohne es sich in dieser Stadt besonders, mit der Erhaltung und Revitalisierung bald zu beginnen.
Weil nun die evangelische Kirche mitten auf dem Marktplatz von Neuteich / Nowy Staw
prägend für das Stadtbild ist, ist auf entsprechende Unterstützung auch über das Denkmalschutzamt Danzig sowie auf anteilige Finanzmittel aus Brüssel etc. zu rechnen!
4. Juli 2005
Weiter historisch zu nennender Höhepunkt war ein von ehemaligen Neuteichern geplanter und
mit selbstloser Unterstützung der polnischen Einwohner zelebrierter ökumenischer Gottesdienst am 4. Juli 2005 in der evangelischen Kirche zu Neuteich.
Es waren genau 60 Jahre vergangen, seit dem die deutschen Menschen ihre Heimat
Neuteich verlassen mußten. Vor einigen Jahren wäre so eine Feier in der ev. Kirche Neu-teich für uns alle nicht vorstellbar gewesen.
Die deutsche Pastorin, Frau Karin Haufler – Musiol hielt die Andacht. Ein Altartisch war von
den Polen vorbereitet worden mit Kerzen und Blumenschmuck. Sitzbänke waren aufgestellt.
Aus einem Rekorder erklangen begleitende Kirchenlieder. Hier sei der am Ende der Andacht von der Pastorin vorgetragene Friedenswunsch wieder gegeben.
(Ausführliche Schilderung mit Bildern siehe bitte Neuteich – Brief 12/2005).
Möge diese Kirche im Zentrum der Stadt mit Gottes Hilfe erhalten bleiben und nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft
ein Ort der Begegnung und des Friedens sein
Diesen Wunsch in Form eines Gebetes wollen wir unterstützen durch Aktivitäten, Pflege von
Kontakten, aber vor allem durch freiwillige, zweckgebundene Spenden für den Erhalt der evangelischen Kirche Neuteich.
Übrigens waren alle Texte auch in polnischer Sprache vorbereitet. Die Texte wurden spontan von anwesenden polnischen Menschen in ihrer Sprache vorgelesen.
10. Planung und Kostenvoranschlag für die Sanierung der ev. Kirche in Neuteich
10.1. Vorläuferaktivitäten
Bereits im Jahre 1996 wurde in Neuteich von Herrn Zgigniew Krupa (heute im Kirchenvor
-stand von St. Matthäus) der „Denkmalfreundeverein der Stadt und Gemeinde Neuteich“ gegründet. Der Verein wurde bereits an mehreren Stellen der ev. Kirche aktiv. So wurden u. a
. zerstörte Fenster ersetzt und eine stabile stählerne Leiter von der Empore bis zum Spitzboden der Kirche angebracht. – Die Satzung hatte nach § 6, Punkt 1 u. a. folgendes Ziel:
„Das Betreiben von Tätigkeiten hinsichtlich des Schutzes der kulturellen Güter, die eine
Bedeutung aufgrund deren Wertes für das Erbe und die kulturelle Entwicklung haben und die sich auf dem Gebiet der Stadt und der Gemeinde Neuteich befinden“.
Der Vorstand des Heimatbundes der Neuteicher beschloss bereits 1997, dem Denkmal-freundeverein – vorerst ideell – beizutreten.
Leider wurden die Ziele des Vereins nicht weiter verfolgt. Gründe dürften u. a. in der
Gebietsreform –Verlagerung der Zuständigkeiten im Denkmalschutz von Elbing nach Danzig- gelegen haben.
Und anläßlich eines Treffens in der Patenstadt und Partnerstadt Wilster am 01.06.2003
bestätigte der neu gewählte Bürgermeister von Nowy Staw / Neuteich, Herr Jerzy Szalach, daß man plane „die evangelische Kirche in Neuteich, die vom Praelaten an die Stadt übereignet worden sei – als Museum ab 2004 auszubauen. Dadurch würde man Anspruch auf Finanzmittel erhalten.
10.2 Aktueller Stand 2005 und Planung der Renovierung:
Unmittelbar nach unserer Neuteich – Fahrt im Juli 2005 – erhielten wir von dem Architek-ten
Ing. N. Rusiński, Elbing, eine sehr detaillierte Planung nebst Kostenvoranschlag für den Erhalt der evangelischen Kirche in Neuteich. Enthalten waren u. a. Technische Beschreibungen,
Zeichnungen, Fotos und Kostenermittlungen der einzelnen Bauabschnitte.
Herr Gustav Hintz, Wilster, hat die Arbeit dankenswerterweise in den wichtigsten Passagen ins Deutsche übersetzt und zusammengefasst.
Gustav Hintz schreibt in seiner einleitenden Übersicht:
„...das umfangreiche Werk des Ing. N. Rusiński geht sehr ins Detail und ist m. E. eine sehr
gute Arbeit, weil alles sehr genau beschrieben ist, was sowohl den Ist-Zustand als auch die notwendigen Renovierungen betrifft. Die Preise sind in polnischer Währung an-gegeben, so
dass beim Umrechnungsfaktor 4 der Euro-Betrag zugrunde gelegt werden kann. Dabei würde die Gesamtinvestition – einschließlich Mehrwertsteuer – 454.338,87 zł = ca. 113.584
,71 Euro betragen“.
Gegenstand der Arbeit: Erste allgemeine Beschreibung der Kosten für die Renovierung der
Verbindung (vom Turm zum Kirchenschiff), des Daches, der Decke des Hauptschiffes und des Daches der Sakristei.
Adresse: Ev. Kirche, Pl. Pułaskiego, 82-230 Nowy Staw
Auftraggeber: Römisch-katholische Gemeinde St. Matthäus, Pl. Zwycięstwa 7, 82-230 Nowy Staw.
Charakteristisches Objekt: Ehemalige evangelische Kirche
Datum der Aufstellung: Juni 2005
Beschreibung:
- des Gesamtobjektes - der Decke des Hauptschiffes, - der Dachkonstruktion, - des Daches und der Art der Dachpfannen, - Klempnerarbeiten
Bemerkung: ...Mit Rücksicht auf den schlechten technischen Zustand des Objektes kann es im Laufe der Zeit zu weiteren Kostensteigerungen kommen.
Schlussbemerkungen: ...Im Hinblick auf den denkmalwürdigen Charakter des Objektes,
sollten die Renovierungsarbeiten nach Abstimmung mit den zuständigen Stellen unter fachmännischer Aufsicht in Angriff genommen werden“.
11. Der Förderverein Neuteich / Nowy Staw in Wilster
Die Unterstützung der Renovierung der evangelischen Kirche in Neuteich ist einmal gegeben durch die Satzung des Heimatbundes der Neuteicher.
Es heißt dort unter § 2, Spiegelstrich 6:
„Einsetzen für den Erhalt der kulturellen Werte in Neuteich“ und
in der Satzung des Vereins zur Förderung der Partnerschaft zwischen den Städten Wilster und Nowy Staw (Neuteich) e, -V., § 2 unter anderem:
...„Im übrigen sollen alle Projekte und Initiativen mit Vereinsmitteln gefördert werden, die im
Sinne des deutsch – polnischen Vertrages über die deutsch – polnische Freundschaft vom 17.06.1991 sind“.
Der Förderverein Neuteich e.V. in Wilster hat für solche Spenden ein Sonderkonto ein
-gerichtet; bereits Spenden ab 5 € sind willkommen. Ab 100 € erhält jeder Spender / Spenderin automatisch eine Spendenbescheinigung zum steuerlichen Abzug zugesandt. Alle
Spenden auf diesem Sonderkonto werden zweckgebunden zur Sanierung der ev. Kirche in Neuteich verwendet werden.
Nachstehend folgt die Bankverbindung vom Sonderkonto für zweckgebundene Spenden für die Sanierung der evangelischen Kirche in Neuteich:
Begünstigster: Förderverein Neuteich Konto-Nr. 7 0 0 0 2 4 6 9 Bankleitzahl:22250020
Kreditinstitut:Sparkasse Westholstein Verwendungszweck: Spende für die Sanierung der ev. Kirche in Neuteich
12. Literaturnachweis: -Bernhard Schmid: „Die Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Neuteich“ 1919 - Heinrich Lettau: „Neuteich, Heimatbuch“ 1929
- „Neuteich in alten Ansichten, Gesicht und Geschichte der Stadt Neuteich“. - Laufende Darstellungen zur evangelischen Kirche Neuteich in den Neuteich –Briefen von 1993 bis 2005.
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